Tumorforschung

In Deutschland werden nach Angaben des Robert Koch-Institutes pro Jahr circa 10.000 Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle neu diagnostiziert. Trotz verbesserter Diagnose- und Therapieoptionen konnten die Überlebensraten nicht nachhaltig verbessert werden. In den letzten Jahren konnte eine Gruppe von jungen Patienten mit oropharyngealen Plattenepithelkarzinomen identifiziert werden, die nicht das typische Risikoprofil in Form von langjährigen Tabak- und Alkoholabusus aufwiesen und deren Tumoren besser auf Strahlen- und Chemotherapie ansprachen. Als mögliche Ursache wurde eine Infektion mit onkogenen humanen Papillomaviren (HPV) angesehen. Um zu überprüfen, ob auch Leuko- und Erythroplakien als Vorläufer von oralen Plattenepithelkarzinomen infrage kommen, werden neue Techniken zur Identifikation von HPV-DNA in diesen Veränderungen eingesetzt.