Alterszahnheilkunde, Gerostomatologie

Im Alter nimmt nicht nur die Zahl der Zähne ab, es verändern sich auch alle anderen Gewebe im Kauorgan. Dabei kommt es häufig zu altersabhängig typischen Abweichungen im oralen Gesundheitszustand. Diese Veränderungen und ihre Behandlung haben einen neuen Zweig der Zahnmedizin ins Leben gerufen – die Alterszahnheilkunde.

Typische altersabhängige Erscheinungen und Erkrankungen im Kauorgan sind:

  • starker Kieferknochenschwund nach Zahnverlust
  • Empfindlichkeit und Substanzverlust der Mundschleimhaut, häufig mit Mundtrockenheit verbunden
  • Speicheldrüsenveränderungen
  • orale Nebenwirkungen von Medikamenten (Schleimhaut- und Geschmacksveränderungen)
  • verminderte oder fehlende Empfindung
  • Lähmungserscheinungen (insbesondere nach Schlaganfall)
  • Zahnfleischtaschenbildung
  • Zahnverfärbungen
  • Defekte und Karies im Bereich der Zahnwurzeln
  • Mundgeruch (Halitosis, foetor ex ore)

Ein großer Teil dieser Veränderungen und Störungen ist zurückzuführen auf altersbedingte Allgemeinerkrankungen, Störungen im Ernährungsverhalten und Stoffwechsel und häufig auch auf unzureichende Mundhygiene.

In der Spezialsprechstunde werden Patienten mit den beschriebenen alterstypischen Veränderungen eingehend untersucht, beraten und einer spezifischen Therapie, auch in Verbindung mit anderen Fachärzten und Kliniken zugeführt. Diese Behandlung hat das Ziel, die Lebensqualität im Alter deutlich zu steigen.

Eine Terminvereinbarung zur Sprechstunde Alterszahnheilkunde erfolgt nach der Erstuntersuchung in der täglichen Poliklinischen Sprechstunde.